Mit Innovation und Erfahrung zum energiesparsamen Unternehmen – Nachbericht

Wer in die Welt des effizienten Energiemanagements eintauchen wollte, konnte am 15. Mai 2024 am interaktiven Online-Workshop „Mit Innovation und Erfahrung zum energiesparsamen Unternehmen“ teilnehmen. Die Veralstaltung fand in Zusammenarbeit mit dem Mittelstand-Digital Zentrum Chemnitz statt.

Ziel der Veranstaltung sollte sein, durch praxisnahe Einblicke und bewährte Strategien KMU als Hauptzielgruppe zu helfen, ihre eigenen Ziele zur Energiesparsamkeit zu definieren und umzusetzen. Die Teilnehmenden sollten ein Verständnis darüber gewinnen, wie Energieeffizienzlösungen sinnvoll in ihr Unternehmen integriert werden könnte. Der Kontakt zu Expert:innen im Bereich Nachhaltigkeit sollte dies unterstützen.

Zu Beginn wurden die Grundlagen zum Energiemanagement und zu rechtlichen Rahmenbedingungen von Larisa Markov der Technischen Universität Chemnitz und Mitarbeiterin des Mittelstand-Digital Zentrums Chemnitz vorgestellt. „Ein effektives Energiemanagementsystem ist für KMUs von entscheidender Bedeutung, um Kosten zu senken und die Umweltauswirkungen zu minimieren“, hielt sie damit fest.

Impulse zur Flexibilität von Energieeinsatz gab Mischa Ahrens vom FZI Forschungszentrum Informatik, ein weiterer Projektpartner im Projekt Mittelstand-Digital Zentrum Klima.Neutral.Digital. In seinem Vortrag stellte er die verschiedenen Anwendungsfälle für energetische Flexibilität vor und thematisierte Eigenverbrauchsmaximierung, Netzkostenreduktion, dynamische Stromtarife und Regelleistungserbringung. Für Herrn Ahrens ist klar: „Die Wichtigkeit von Flexibilität für die Stabilität der Stromnetze steigt mit dem Voranschreiten der Energiewende immer weiter.“

Wie aber kommt man von der Datenmessung zu einem erfolgreichen Energiemanagement? Dieser Frage widmete sich Artin Martinian von der TRIBICON GmbH. In seinem Erfahrungsbericht erklärte er, dass die Messung von allen energetischen Prozessen zu Erkenntnissen führe und die Basis für Effizienzmaßnahmen sei.

Über die Potentiale und Herausforderungen energieflexibler Produktion sprach Janek Bender, ebenfalls vom FZI. Sein Erfahrungsbericht handelte von der energieflexiblen Produktionsplanung und -steuerung mit KI-Ansätzen. Die größte Kosteneinsparung sei bei Eigenerzeugung erwartbar sowie mit mehr Elektrifizierung und der Betrachtung möglichst autonomer kleinteiliger Fertigungsprozesse.

Nach einer anschließenden offenen Diskussion zu den von den Teilnehmenden gestellten Fragen an die Vortragenden und einer Zusammenfassung aller Präsentationen, lud Dana Berntatz noch zur nächsten großen Veranstaltung des Mittelstand-Digital Zentrums Klima.Neutral.Digital am 9. Juli im AI xpress in Böblingen ein. Bei dem dort stattfindenden Barcamp bringen die Teilnehmenden ihre eigenen Themen mit und erarbeitet selbst ihre Ergebnisse.

Am 25. April drehte sich alles um das Thema Circular Production. Mit Vorträgen zu Ecodesign und Sensorik in der Kreislaufwirtschaft sowie einer Live-Demonstration des Materialflusses an den Anlagen der digitalen Drucktechnik.

Ecodesign für die Kreislaufwirtschaft

Verschiedene Prinzipien des Ecodesigns, wie z. B. die Auswahl umweltfreundlicher Materialien, Materialreduktion, die Auswahl fortschrittlicher Technologien sowie die Langlebigkeit, Reparierbarkeit und Recyclingfähigkeit von Produkten wurden vorgestellt und eingehend diskutiert.

Sensorik in der Kreislaufwirtschaft – reduce-reuse-recycle

Durch die Integration von Sensortechnologie und Retrofitting, d.h. die Modernisierung älterer Produktionsanlagen, können erhebliche Materialeinsparungen und die damit verbundene Abfallreduzierung erzielt werden und somit ein entscheidender Beitrag zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks von Produkten geleistet werden.

Digitale Drucktechnologien

Am Demonstrator für digitale Drucktechnologien wurden Anlagen zur Herstellung von digital gedruckter Elektronik gezeigt. Mit den gezeigten Fertigungstechnologien kann sowohl 2D- als auch 3D-Elektronik auf unterschiedlichste Materialien gedruckt werden. Die Anwendungsgebiete reichen von Schaltungsträgern bis hin zu gedruckten Sensoren. Am Beispiel einer gedruckten Elektronik mit bestückten Bauteilen wurde eine Materialflusskostenrechnung (MFCA) durchgeführt. Dabei wurde die gesamte Prozesskette betrachtet und die CO2-intensivsten Prozesse identifiziert.

Lesen Sie hier die ausführliche Zusammenfassung auf dem Blog des Mittelstand-Digital Zentrums Zukunftskultur.

Nachhaltigkeit und Klimaneutralität nehmen aktuell einen hohen Stellenwert in der Wirtschaft ein, da sie nicht nur die gegenwärtige Leistungsfähigkeit beeinflussen, sondern auch eine Brücke zur zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit schaffen. Immer mehr wird der Erfolg eines Unternehmens durch seine klimaneutrale Arbeitsweise geprägt, was durch Faktoren wie die zunehmende CO2-Bepreisung, die wachsende Nachfrage nach klimaneutralen Produkten auf dem Markt und regulatorische Vorgaben zur Emissionsreduzierung beeinflusst wird.

Deshalb widmet Mittelstand-Digital ein ganzes Magazin diesem Thema. Neben einem Artikel über unsere Klima-Coaches finden Sie viele andere Angebote aus dem Mittelstand-Digital Netzwerk.

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    Unsere stellvertretende Sprecherin und Klima-Coach Natalja Kleiner stand vor der Kamera um unser Mittelstand-Digital Zentrum vorzustellen.

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    Die im Rahmen der AG Nachhaltigket gegründete Taskforce “Energie und Ressourceneffizienz” hat mit dem aktuellen Whitepaper “Ressourceneffizienz im Fokus: Nachhaltige Maßnahmen für zukunftsorientierte Unternehmen” eine Richtlinie für kleine und mittlere Unternehmen erstellt.

    Zu den Kernthemen Ressourceneffizienz, inklusive praktischer Tipps, Energie und Bilanzierung werden die wichtigsten Aspekte dargelegt. Anschauliche Praxisbeispiele inspirieren dazu, die ersten Schritte zu mehr Effizienz zu gehen.

    Wenn Sie Interesse am Whitepaper haben, nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

    Lunch & Learn feierte am 7. Februar 2024 seine Vor-Ort-Premiere in Karlsruhe: Für die Spezialausgabe von „Late Lunch & Learn“ wurde dieses Mal der späte Nachmittag genutzt, um den über 25 Teilnehmenden einen spannenden Impulsvortrag inklusive Demonstrator-Vorführung zum Thema „KI-Engineering in der Produktion“ zu präsentieren. Jana Deckers und Chenwei Sun vom FZI Forschungszentrum Informatik (FZI) stellten dabei anhand des Anwendungsfalls „Pick-and-Place-Roboter“ ein Beispiel für die Optimierung von Arbeitseffizienz und Energieverbrauch mittels KI und PAISE®-Vorgehensmodell vor. Im Anschluss fand eine virtuelle Führung durch das „Living Lab Industrial Intelligence“ im „FZI House of Living Labs“ statt, die den Teilnehmenden Einblicke in weitere Forschungsprojekte und Demonstratoren bot.

    Klima-Coach Jan Kramer vom FZI stellte das Mittelstand-Digital Zentrum Klima.Neutral.Digital und die verschiedenen kostenlosen Angebote für KMU vor. In diesem Zuge wurde ebenfalls aufgezeigt, wie Synergien im Rahmen einer Kooperation mit dem „European Digital Innovation Hub applied Artificial Intelligence and Cybersecurity“ (EDIH-AICS) geschaffen werden. Dieser Beitrag war unter anderem deshalb besonders wertvoll, weil auch Mitglieder aus dem EDIH-Netzwerk in Deutschland anwesend waren. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch Networking bei einem kleinen kulinarischen Ausklang.

    Wie Cybersecurity und Risikobewertung im Mittelstand zusammenwirken

    Am 11. Dezember 2023 fand eine neue Ausgabe der Reihe „Lunch & Learn“ als Online-Veranstaltung statt. Die Teilnehmenden konnten über einen Impulsvortrag und eine virtuelle Führung durch das FZI Living Lab „Security and Law“ praxisorientierte Einblicke in die Herausforderungen und Bedarfe für IT-Sicherheit im Mittelstand erhalten.

    Akim Stark vom FZI Forschungszentrum Informatik ging hierbei insbesondere der Frage nach, wie durch die Modellierung von Angreifenden der Einsatz von Ressourcen für die Cybersicherheit in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sinnvoll geplant werden kann.

    In diesem Kontext wurde das Augenmerk auch auf den Prozess der Risikoanalyse gelegt und erläutert, warum Cybersecurity als zentraler Bestandteil dieser Betrachtung einbezogen werden muss. Eine wichtige Aussage in diesem Zusammenhang war, dass IT-Sicherheit als operatives Risiko verstanden werden muss und Angreifermodelle Unternehmen dabei helfen können, konkrete Risiken zu identifizieren und zu bewerten. Akim Stark gab den Teilnehmenden als Tipp mit, dass Schutzmaßnahmen zunächst dort angesetzt werden sollten, wo das Risiko für das Unternehmen am höchsten ist.

    Im Verlauf der Online-Veranstaltung wurde auch das Mittelstand-Digital Zentrum Klima.Neutral.Digital vorgestellt. Jan Kramer, FZI-Mitarbeiter und Klima-Coach im Zentrum, gab einen Überblick über die verschiedenen kostenfreien Angebote für KMU. In der abschließenden Diskussionsrunde entwickelte sich ein spannender Diskurs und Potenzial zur weiteren Vernetzung.

    Wichtigstes Ziel: Risiken wie Datenverluste und Cyberangriffe minimieren

    Ein Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) ist ein Rahmen von Richtlinien und Verfahren, der dazu dient, alle elektronischen und physischen Informationen eines Unternehmens oder einer Organisation zu schützen. Ziel des ISMS ist es, Risiken wie Datenverlust oder Cyberangriffe zu minimieren, indem es Sicherheitskontrollen und Managementstrategien bereitstellt.

    Durch die strukturierte Entwicklung von Informationssicherheit können Organisationen ihre kritischen Daten und Systeme effektiver schützen.

    Fragen wie „Ist ein ISMS für mein Unternehmen notwendig?“ und „Welche Aspekte muss ich bei der Einführung eines ISMS berücksichtigen?“ können in Zukunft durch die ISMS-Coaches in verschiedenen Mittelstand-Digital Zentren beantwortet werden. Diese Coaches bieten kleinen und mittleren Unternehmen eine grundlegende Unterstützung bei der Einführung eines ISMS.

    Sie möchten Unterstützung durch einen ISMS-Coach? Dann setzen Sie sich mit Martin Dukek, dem Koordinator der AG IT-Sicherheit in Verbindung: dukek@fzi.de.

    Die KooperationsveranstaltungCyberSecurityXP der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg und des FZI Forschungszentrum Informatik am 9. November 2023 zum Thema Cybersicherheit gab den Teilnehmenden aus dem Mittelstand einen breit gefächerten Einblick in die aktuelle Lage der IT-Sicherheit. Neben Keynotes und Workshops bot die Veranstaltung am FZI House of Living Labs einen Einblick in die einzelnen Living Labs.

    Den Auftakt bildete eine Keynote der Cyberabwehr im Verfassungsschutz Baden-Württemberg zur Darstellung der Cybersicherheitslage aus nachrichtendienstlicher Sicht. Dabei wurde sowohl ein Bezug zu allgemeinen als auch zu aktuellen Aufgabenfeldern aufgezeigt. 

    Martin Dukek, wissenschaftlicher Mitarbeiter am FZI Forschungszentrum Informatik, beleuchtete im Anschluss die Organisationsstrukturen des kriminellen Geschäftsmodells „Ransomware as a Service“. Dieses System wird in den letzten Jahren aufgrund technischer und sozialer Entwicklungen im gesellschaftlichen und betrieblichen Umfeld zu einer immer größer werdenden Bedrohung für KMU (kleine und mittlere Unternehmen).

    Weitere Highlights waren die Reallabor-Führungen im FZI House of Living Labs sowie zwei Workshops mit praxisrelevanten Schwerpunkten: Mirko Ross von asvin GmbH zeigte im ersten Workshop das Problemfeld der Absicherungspriorisierung der Supply Chains bezüglich IT-Sicherheit auf. Im zweiten Workshop lieferte Roland Hallau von der Transferstelle Cybersicherheit im Mittelstand und c/o tti Technologietransfer und Innovationsförderung Magdeburg GmbH einen Einblick in die Lage und die Handhabung eines Ransomware-Befalls in Unternehmen.

    Das Mittelstand-Digital Zentrum Klima.Neutral.Digital, repräsentiert durch Jan Kramer als Klima-Coach, stellte während der Veranstaltung die verschiedenen Angebote und Handlungsfelder des Zentrums vor. Hierbei konnte sowohl der Direktbezug zur IT-Sicherheit als auch zur Klimaneutralität für KMU interdisziplinär erläutert werden.

    Die Abschlussrunde ermöglichte eine gezielte Vernetzung und einen spannenden Austausch mit den Unternehmen. „Wir haben heute gesehen, dass sich die Angreifer immer weiter professionalisieren. Wir haben aber auch gelernt, dass wir der Bedrohung nicht hilflos ausgeliefert sind, sondern auch etwas dagegen unternehmen können,“ so das Fazit von Dirk Achenbach, Leiter des Forschungsbereichs Cybersecurity and Law am FZI Forschungszentrum Informatik.

    Das Mittelstand-Digital Zentrum Klima.Neutral.Digital präsentiert sich vor hochrangigem Besuch

    Das Mittelstand-Digital Zentrum Klima.Neutral.Digital war am 20. und 21.11.2023 auf dem 16. Digitalgipfel der Bundesregierung in Jena vertreten. Auf dem Gemeinschaftsstand mit dem Zentrum Ilmenau und dem Zukunftsprojekt EILE wurde in der Aula der Ernst-Abba-Hochschule auf dem Markt der digitalen Möglichkeiten das Angebot der Klima-Coaches sowie ein Demonstrator zu vernetzten Energiesystemen am Beispiel eines Prosumer-Haushalts vorgestellt. Über die Angebote informierten sich am Stand unter anderem Staatssekretär Stefan Schnorr aus dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV), der ehemals beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (jetzt Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)) zu den Initiatoren des Mittelstand-Digital Netzwerks gehörte, die Referatsleiterin Mittelstand-Digital Frau Gesa Förster (BMWK) sowie der Oberbürgermeister der Stadt Jena Dr. Thomas Nitzsche.